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Baltmannsweiler Aktuell

Bodenschutzkalkung im Schurwald beginnt

Kalkung als Hilfe für versauerte Böden zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit im Wald
Um die Fruchtbarkeit der Waldböden zu erhalten und die Waldbäume klimastabiler zu machen, beginnt das Kreisforstamt Esslingen am 1. Juli 2019 mit Kalkungsmaßnahmen im Wald. Damit startet die erste Phase eines längerfristig angelegten Kalkungskonzeptes der Landesforstverwaltung zum Schutz der Waldböden. Per Helikopterausbringung wird im Schurwald eine Fläche von rund 500 Hektar Staatswald gekalkt. Gekalkt werden unter anderem auch die Staatswaldteile „Park“ und „Schlierbach“. Diese Waldteile liegen in der Nähe von Baltmannsweiler und Hohengehren. Die Maßnahme dauert – je nach Witterungsverlauf – rund drei Wochen. An welchen Tagen im Detail rund um Baltmannsweiler gekalkt wird, kann aufgrund von Unwägbarkeiten des Wetters nicht ganz genau eingegrenzt werden. Während der Befliegung sind die Waldgebiete gesperrt. Weitere Abschnitte im Landkreis folgen in den nächsten Jahren. Die Bodenschutzkalkung wird von der Europäischen Union gefördert.
Bodenversauerung ist nach Angaben des Forstamtes immer noch ein aktuelles Thema. Zwar sei der Säureeintrag dank der Luftreinhaltemaßnahmen reduziert worden, jedoch bleibe der Eintrag von Stickstoffverbindungen weiterhin hoch und belaste die Waldökosysteme. „Zudem ist eine Säurealtlast aus den 70er und 80er Jahren in den Waldböden geblieben“, erläutert Forstamtsleiter Anton Watzek. Erklärtes Ziel ist es, mit der Ausbringung von Kalk die Bodenversauerung abzumildern und die natürlichen Regenrationsprozesse der Böden zu unterstützen. Die Bodenschutzkalkung ist Teil der Strategie zum Nachhaltigkeitsmanagement der Landesforstverwaltung. 
Aufgrund der Materialanlieferung kommt es während der Bodenschutzkalkung zu einem erhöhten LKW-Verkehr. Es muss außerdem vereinzelt mit Klumpen verbackenen Kalkstaubs aus dem Streukübel des Helikopters gerechnet werden. „Waldbesucher müssen die Sperrhinweise deshalb unbedingt beachten“, erklärt das Forstamt.
Die bundesweite Bodenzustandserhebung II hat gezeigt, dass eine gezielte Kalkung von Waldflächen die Situation hinsicht-lich pH-Wert, Basensättigung und Kohlenstoffspeicherung deutlich verbessert. Auch die Vielfalt und Häufigkeit von Bodenlebewesen verbessert sich dadurch nachweislich. Gekalkt werden nur Flächen, die durch menschlichen Einfluss versauert sind. Von Natur aus sauere Böden stehen nicht im Fokus der Maßnahme.
Planungsgrundlage der Bodenschutzkalkung sind Untersuchungsergebnisse der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg in Freiburg. Die Wissenschaftler identifizierten potenzielle Kalkungsflächen ebenso wie kalkungsempfindliche Ausschlussbereiche. Dazu wurden hunderte von Bodenproben genommen und im Labor ausgewertet. Die geeignete Materialmischung und eine Empfehlung zur Art der Ausbringung ist in der Vorplanung der Freiburger Wissenschaftler ebenfalls enthalten. Auf Grundlage dieser Planung erfolgte eine Abstimmung mit der Naturschutzbehörde sowie mit dem Amt für Wasserwirtschaft und Bodenschutz.
Mit dem Kalkungskonzept von ForstBW soll ein natürlicher Bodenzustand erreicht werden. Er ist Grundlage für einen Wald mit hoher Biodiversität und möglichst guten Voraussetzungen für den bevorstehenden Klimawandel.

Ein Hubschrauber wird zur Bodenschutzkalkung im Schurwald eingesetzt. Die Kalkung hilft dem Boden, sich vom Säureeintrag der Vergangenheit zu regenerieren. Dadurch sollen die Waldbäume widerstandsfähiger werden im Zeitalter des Klimawandels.
Ein Hubschrauber wird zur Bodenschutzkalkung im Schurwald eingesetzt. Die Kalkung hilft dem Boden, sich vom Säureeintrag der Vergangenheit zu regenerieren. Dadurch sollen die Waldbäume widerstandsfähiger werden im Zeitalter des Klimawandels.

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