Baltmannsweiler

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Konzert

Konzertbericht vom 18.01.2020 - Neujahrskonzert mit dem Pianisten Vladimir Valdivia

Am 18.01.2020 fand im Kulturzentrum in Baltmannsweiler das traditionelle Neujahrskonzert statt. Dieses Mal mit einem Klaviersolokonzert des peruanischen Pianisten Vladimir Valdivia (dessen heutiger Lebensmittelpunkt Stuttgart ist).
Das bunte Programm reichte von Beethoven bis de Falla.
Das Konzert begann etwas ungewöhnlich. Nachdem Bürgermeister Schmid die Besucher begrüßt hatte, nahm der Pianist seinen Platz ein und spielte „El Condor Pasa“, die bekannte Melodie aus den Anden. Seine musikalische Visitenkarte, die er selbst für Klavier bearbeitet hat. Er ist Peruaner, in Lima geboren – die Gegend, wo dieses Lied beheimatet ist.
Das eigentliche Programm begann dann mit Beethoven´s Rondo C-Dur op. 51 Nr. 1, welches trotz der hohen Werknummer aus seiner frühen Wiener Zeit stammt. Es ist ein wenig bekanntes, aber sehr ansprechendes Stück, welches mehr Beachtung verdient hätte.
W.A. Mozarts Sonate C-Dur KV 330 (von 1783) und 2 der bekannten 8 Impromptus von Franz Schubert beschlossen den 1. Teil. Das Publikum schickte den Künstler mit begeistertem Beifall in die Pause.
 
Im 2. Teil des Programms wurde es unterhaltsamer und zum Teil virtuoser. Beginnend mit 2 echten romantischen Ohrwürmern, Chopin´s Nocturne op. 9 Nr. 3, eines der beliebtesten Stücke, und Liszts Consolation Nr. 3, zu seiner Zeit ein Schlager, während die 5 anderen dieser „Tröstungen“ unbekannt geblieben sind. Danach wurde es spanisch mit „Andaluza“ von Enrique Granados (aus den 12 spanischen Tänzen op. 37), 4 Stücke aus der „Suite Espagnola“ von Isaac Albéniz und dem „Feuertanz“ (Danza ritual de Grego) aus dem Ballett „Liebeszauber“ von Manuel de Falla in der Klavierfassung von Artur Rubinstein, einem pianistischen Feuerwerk!
Damit waren die 3 wichtigsten Komponisten, die die „spanische Nationalmusik“ erschufen, versammelt.
Das tobende Publikum zwang den Künstler zu 3 Zugaben: den langsamen Satz aus J.S. Bachs Cembalo-Konzert f-moll in Valdivias eigener Solobearbeitung, dem „Condor Pasa“ mit anschließendem „Carnaval de Arequipa“ und – als eindeutiges Schlusssignal R. Schumann´s „Träumerei“ aus den Kinderszenen.
Viele Besucher suchten zum Ende noch den persönlichen Kontakt mit dem Pianisten. Das Konzert war ein großer Erfolg.

Verfasser: Hartwig Mades

Foto: Gemeindeverwaltung
Foto: Gemeindeverwaltung